Diese Analysen beruhen auf 169 Initiativen zur Förderung der sozialen Inklusion älterer Menschen, die derzeit in der Schweiz aktiv sind.
Abbildung 1: Verteilung der Initiativen

In allen Kantonen sind Initiativen vorhanden. Ihre Anzahl variiert von 21 im Kanton Appenzell Innerrhoden bis zu 56 im Kanton Tessin.
Abbildung 2: Geografische Verbreitung der Initiativen

Die Initiativen wurden nach ihrem Verbreitungsgrad klassifiziert, also danach, wie weit ihr geografischer Wirkungsbereich reicht. Lokale Initiativen finden ausschliesslich in einer oder mehreren benachbarten Gemeinden oder Quartieren statt. Kantonale Initiativen sind im gesamten Gebiet eines einzelnen Kantons aktiv. Als multikantonale gelten Initiativen, die in zwei oder mehr Kantonen, jedoch nicht in allen, umgesetzt werden. Schliesslich decken nationale Initiativen das gesamte Gebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft ab. Die grosse Mehrheit der Initiativen (124) ist auf lokaler oder kantonaler Ebene tätig.
Abbildung 3: Sprachregion, in der die Initiativen tätig sind

Die in das Inventar aufgenommenen Initiativen wurden zudem nach der Sprachregion, in der sie aktiv sind, klassifiziert. Initiativen, die in einem Kanton mit mehreren offiziellen Sprachen oder in mehreren Kantonen unterschiedlicher Sprachregionen durchgeführt werden, gelten als mehrsprachig. Die Initiativen sind gut auf die drei Hauptsprachregionen verteilt; 26 davon erstrecken sich über mehr als eine Region.
Abbildung 4: Zeitraum des Tätigkeitsbeginns

Die Initiativen wurden nach ihrem Zeitraum des Tätigkeitsbeginns klassifiziert. Die älteste Initiative, „Bildungs und Kulturkurse“, entstand in den 1950er-Jahren. Die Mehrheit der Initiativen wurde im neuen Jahrtausend ins Leben gerufen, und ihre Zahl nimmt weiter zu. Seit 2020 allein wurden mehr als 50 Initiativen geschaffen.
Abbildung 5: Verbreitungsgrad nach Zeitraum des Tätigkeitsbeginns

Ältere und damit oft besser etablierte Initiativen sind häufig auf nationaler Ebene oder in mehreren Kantonen aktiv, während jüngere Initiativen überwiegend auf lokaler Ebene tätig sind.
Abbildung 6: Sprachregion nach Zeitraum des Tätigkeitsbeginns

Die Romandie beschäftigte sich bereits in den 1960er Jahren mit der sozialen Inklusion älterer Menschen. Ab dem Jahr 2000 folgten die Deutschschweiz und die italienische Schweiz ihrem Beispiel.
Abbildung 7: Interventionsmodalität der Initiativen

Die erfassten Initiativen wurden nach Interventionsmodalitäten kategorisiert. Insgesamt wurden 10 verschiedene Interventionsmodalitäten identifiziert. Die meisten Initiativen fallen in die Kategorien Freizeitaktivitäten (59) und kulturelle Aktivitäten (48). Psychologische Unterstützungsangebote (4) sind dagegen weniger vertreten.
Abbildung 8: Verbreitungsgrad nach Interventionmodalität

Die Initiativen, die Beratungs-, Begleitungs- oder Besuchsdienste anbieten, und solche, die Begegnungsräume zur Verfügung stellen, sind hauptsächlich auf lokaler Ebene aktiv. Initiativen zur Beziehungsaktivierung, Sensibilisierung und psychologischen Unterstützung sind hingegen eher auf überregionaler Ebene tätig.
Abbildung 9: Sprachregion nach Interventionsmodalität

Initiativen zur Beziehungsaktivierung finden fast ausschliesslich in der Deutschschweiz statt. Freizeitaktivitäten und kulturelle Aktivitäten sind in der Romandie stärker vertreten. In der italienischen Schweiz gibt es zahlreiche Begegnungsräume und Beratungsangebote.
Abbildung 10: Zeitraum des Tätigkeitsbeginns nach Interventionsmodalität

Initiativen, die psychologische Unterstützung anbieten, entstanden bereits vor den 1960er-Jahren. Freizeitaktivitäten, Begleitdienste und Hausbesuche wurden in den 1960er- und 1970er-Jahren eingeführt. Alle Initiativen zur Beziehungsaktivierung sowie fast alle Beratungsangebote und intergenerationellen Aktivitäten wurden im neuen Jahrtausend lanciert.
(Daten aktualisiert am 25. November 2025)

