Custode sociale di quartiere/paese

Associazione Bellinzonese per l’Assistenza e Cura a Domicilio

(Bild aus Centre for Ageing Better – Age-positive Image Library)

Ansprechpartner

ABAD

Salita Mariotti 2

6500 Bellinzona

+41 (0)91 850 40 80

E-Mail

Internetseite

Zielgruppe

Ältere Menschen

Interventionsmodalität

Begleitung

Kulturelle Aktivitäten

Freizeitaktivitäten

Hausbesuche

Zeitraum des Tätigkeitsbeginns

2010 – 2019

Barrierefreiheit

Mobilitätsbehinderung: Ja

Kognitive Behinderung: Teilweise

Sensorische Behinderung: Ja

Verbreitung in der Schweiz

TI

(Karte aus D-maps)

Die Figur des Custode sociale di quartiere/paese (Sozialabwart oder Sozialabwartin des Quartiers/des Dorfes) wurde von der Associazione bellinzonese per l’assistenza e cura a domicilio (ABAD) (Verein von Bellinzona für häusliche Pflege und Betreuung), der öffentlichen Spitex-Organisation der Region Bellinzona, konzipiert und gefördert. Derzeit ist dieser Dienst in sechs Gemeinden/Quartieren der Region aktiv: Cadenazzo, Giubiasco, Monte Carasso, Val Morobbia, Camorino und Sant’Antonino.

Mit diesem 2016 ins Leben gerufenen Dienst verfolgt ABAD das Ziel, gebrechliche ältere Menschen dabei zu unterstützen, so lange wie möglich in ihrem eigenen Zuhause zu verbleiben. Als Ergänzung zur herkömmlichen Betreuung steht im Quartier oder in der Gemeinde eine qualifizierte Bezugsperson dauerhaft zur Verfügung. Sie fungiert als Bindeglied zwischen der betreuten Person – beziehungsweise deren Familie – und der lokalen Gemeinschaft und kann bei ungeplanten Bedürfnissen unterstützend eingreifen.

Der Custode sociale di paese/quartiere ist eine Fachkraft für soziale Betreuung und erbringt morgens in der Regel Leistungen in Pflege und Hauswirtschaft. So kommt er direkt mit älteren, gebrechlichen Personen in Kontakt und kann bei Bedarf zusätzliche Unterstützungsangebote koordinieren, wie gemeinsame Haushaltshilfen, Mahlzeitendienste, Transporte oder andere Hilfsdienste. In Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Freiwilligengruppen organisiert er – im Sinne von Caring Communities – halbtägige Treffen in informellen Räumen, um die soziale Integration zu fördern und sozialer Isolation sowie Einsamkeit entgegenzuwirken. Dank seiner konstanten Präsenz bei den Nutzenden wird der Custode sociale zu einer Bezugsperson, mit der sich ein freundschaftliches und vertrauensvolles Verhältnis entwickeln kann. Er hat daher das Potenzial, die emotionalen Mauern, die oft sozial isolierte Menschen umgeben, durchzubrechen.