Die Stadt Genf stellt allen Einwohnenden sowie lokalen Vereinen Räume zur Verfügung, die als Espaces de Quartier (Quartiersräume) bekannt sind.
Der erste Espace de Quartier wurde 2007 eröffnet. Heute gibt es mehr als zehn dieser Einrichtungen. Mit den Espaces de Quartier verfolgt die Stadt Genf das Ziel, den sozialen Zusammenhalt durch die Förderung von Multikulturalität, Intergenerationalität und Inklusion zu stärken. Sie sollen auch lokale Vereine bei ihrer Tätigkeit unterstützen und die soziale Integration der Bewohnerinnen und Bewohner erleichtern.
Während der Woche können Vereine die Räumlichkeiten und die vorhandene Ausstattung kostenlos nutzen, um vielfältige Aktivitäten zu organisieren, etwa Computerkurse oder Treffen von Seniorengruppen. An den Wochenenden stehen die Räume den Bürgerinnen und Bürgern für private Veranstaltungen zur Verfügung, im Gegenzug zu einer gemeinnützigen Leistung. Darüber hinaus können Sozialarbeitende die Espaces de Quartier als Instrument für sozialen Zusammenhalt, Informationsvermittlung und Sensibilisierungsarbeit nutzen. Alle Standorte verfügen über ein oder mehrere Zimmer und eine Küche. Die grösseren Espaces de Quartier bieten zusätzlich eine Ludothek, eine Kindertagesstätte oder eine Schulkantine. Die Einrichtungen werden von den „Antenne sociales de proximité“ (sozialen Nahstellen) verwaltet, und die angebotenen Aktivitäten werden mittels einer alle drei Jahre stattfindenden Ausschreibung bestimmt. Dank der Espaces de Quartier können verschiedene Generationen und Kulturen zusammenkommen und einen bereichernden Austausch erleben.